Olympus versorgt seine Spitzenmodelle per Firmware nicht nur mit Fehlerbehebungen und Anpassungen an neue Objektive, sondern auch mit neuen Funktionen. Vielleicht nicht ganz so spektakulär wie Tesla seine Autos, aber durchaus nicht zu verachten – und wie die meisten anderen Hersteller es eben nicht tun.

Übersicht der Änderungen (englisch)

Das Update auf Version 4.0 bzw. 2.0 bringt Focus Stacking, Focus Bracketing, Stille und verschiedene Frameraten im Videomodus und noch diverse „Kleinigkeiten“. Siehe hier für die E-M1 und hier für die E-M5 Mark II

Beim Focus Bracketing werden eine Menge (bis zu 999) Bilder mit leicht verändertem Fokuspunkt erstellt. Das kann praktisch sein, wenn mit sehr geringer Schärfentiefe gearbeitet wird und das Bild nicht sofort kontrolliert und/oder neu gemacht werden kann. Z.B. weil das Motiv sich bewegt – wenn auch nur ein wenig. Da passiert es schnell, dass nicht das Auge, sondern die Nasenspitze scharf ist.

Eine andere Möglichkeit ist, die Bilder extern nachzubearbeiten und somit komplett scharfe Bilder zu schaffen.

Das Focus Stacking ist im Grunde ein Bracketing mit automatischer Nachbearbeitung. Beim Focus Stacking werden von der E-M1 acht Bilder mit leicht verschobener Fokusebene gemacht und automatisch zusammengerechnet. So entsteht ein Bild mit einem deutlich größeren Schärfebereich. Die Makrofotografen wird es freuen.

Das die E-M1 nun einen electronic shutter erhält finde ich schon erstaunlich. Damit ist auch die Kamera lautlos bedienbar, was z.B. in Kirchen aber auch bei Naturaufnahmen ein echter Vorteil sein kann.

Für Filmer ist auch einiges dazu gekommen. Bildstabilisation, neue Frameraten, Infoanzeigen usw.

Beeindruckend was Olympus per Firmware nachliefert.

 

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